AGB

 
Die nachstehenden Reisebedingungen werden Bestandteil des zwischen
dem Reiseveranstalter und dem Kunden abgeschlossenen Pauschalreisevertrages
im Sinne des § 651a BGB und ergänzen insoweit
die gesetzlichen Bestimmungen.
Sofern in den nachstehenden Bedingungen der Begriff „dauerhafter
Datenträger“ verwendet wird, ist darunter gemäß § 126b BGB jedes
Medium zu verstehen, dass es dem Empfänger ermöglicht, eine auf
dem Datenträger befindliche, an ihn persönlich gerichtete Erklärung
so aufzubewahren oder zu speichern, dass sie ihm während eines
für ihren Zweck angemessenen Zeitraums zugänglich ist, und das geeignet
ist, die Erklärung unverändert wiederzugeben. Hierzu zählen
unter anderem USB-Sticks, CD-ROMs, DVDs, Papier, E-Mails, Speicherkarten
und Computerfestplatten.

1. Abschluss eines Reisevertrages
1.1 Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den
Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung kann
schriftlich, mündlich, fernmündlich oder auf elektronischem Weg (EMail,
Internet) vorgenommen werden, nachdem der Kunde vom Reiseveranstalter
im Sinne des Art. 250 §§ 1-3 EGBGB ordnungsgemäß
informiert wurde.

1.2 Die Anmeldung erfolgt durch den Anmelder auch für alle in der
Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtungen
der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen
einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung
durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

1.3 Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Reiseveranstalter
zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder
unverzüglich nach Vertragsabschluss wird der Reiseveranstalter dem
Kunden die den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Reisebestätigung
auf einem dauerhaften Datenträger übermitteln bzw. in den
Fällen des Art. 250 § 6 I EGBGB in Papierform aushändigen.

1.4 Weicht der Inhalt der Bestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab,
so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für
die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der
Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, sofern der Reiseveranstalter
auf die Änderungen hingewiesen und im Übrigen seine
vorvertraglichen Informationspflichten gem. Art. 250 §§ 1-3 EGBGB
erfüllt hat. Die Annahme des Kunden erfolgt durch ausdrückliche Erklärung,
Anzahlung oder vollständige Zahlung gegenüber dem Reiseveranstalter.

2. Bezahlung
2.1 Zahlungen auf den Reisepreis vor der Beendigung der Reise dürfen
nur gegen Aushändigung des Sicherungsscheines im Sinne von §
651t BGB, der Namen und Kontaktdaten des Kundengeldabsicherers
in klarer, verständlicher und hervorgehobener Weise enthält, verlangt
werden und erfolgen.

2.2 Mit Vertragsabschluss wird eine Anzahlung in Höhe von 20 % des
Reisepreises fällig. Weitere Zahlungen werden zu vereinbarten Terminen
fällig, sofern die Reise nicht mehr aus den in Nummer 9.b)
genannten Gründen abgesagt werden kann.

2.3 Zahlungen können per EC-Karte, in Bar oder per Überweisung
ohne Erhebung zusätzlicher Kosten des Reiseveranstalters erfolgen.

2.4 Kommt der Kunde mit der Zahlung des Reisepreises teilweise
oder vollständig in Verzug, ist der Reiseveranstalter nach Mahnung
und Fristsetzung berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und Schadensersatz
entsprechend Ziff. 6.3, bzw. 6.6 zu verlangen.

3. Leistungen und Prospektangaben
3.1 Welche Leistungen vertraglich vereinbart sind, ergibt sich aus den
Leistungsbeschreibungen im Prospekt bzw. in der Reisebestätigung
und den gemäß Art. 250 § 3 EGBGB gemachten Angaben.

3.2 Abweichende Leistungen, z.B. aus anderen Prospekten der
Leistungsträger, sowie Sonderwünsche, die den Umfang der vorgesehenen
Leistungen verändern, sind nur verbindlich, wenn sie von dem
Reiseveranstalter ausdrücklich auf einem dauerhaften Datenträger
bestätigt werden.

3.3 Dritte sind nicht befugt, von den Reisebedingungen oder den
Ausschreibungen des Reiseveranstalters abweichende Zusagen zu
machen und/oder Vereinbarungen zu treffen.

3.4 Leistungen, die als Fremdleistungen direkt vom Kunden bei Drittunternehmen
gebucht werden, gehören nicht zum Leistungsumfang
des Reiseveranstalters (z. B. Sportveranstaltungen, Ausflüge, Rundfahrten,
Ausstellungen etc.).

4. Leistungsänderungen
4.1 Der Reiseveranstalter behält sich ausdrücklich vor, vor Vertragsabschluss
berechtigte Leistungs- und Preisänderungen zu erklären.
Eine vorvertragliche Preisanpassung kann insbesondere aus den folgenden
Gründen notwendig werden:
a) aufgrund einer Erhöhung der Beförderungskosten, der Abgaben
für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren, oder
einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse
nach Veröffentlichung des Prospekts,
b) wenn die vom Kunden gewünschte und im Prospekt ausgeschriebene
Pauschalreise nur durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente
nach Veröffentlichung des Prospektes verfügbar ist.

4.2 Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von
dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss
notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider
Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit
die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und
den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.
REISEBEDINGUNGEN

4.3 Der Reiseveranstalter verpflichtet sich, den Kunden über Leistungsänderungen
und/oder Leistungsabweichungen unverzüglich
gem. § 651f II BGB auf einem dauerhaften Datenträger zu informieren.
Im Fall einer nachträglichen, erheblichen Änderung einer wesentlichen
Reiseleistung ist der Kunde berechtigt vom Reisevertrag
zurückzutreten oder die Teilnahme an einer gleichwertigen Reise zu
verlangen, wenn der Reiseveranstalter eine solche Reise ohne Mehrpreis
aus seinem Angebot anbieten kann. Gegebenenfalls wird dem
Kunden eine kostenlose Umbuchung angeboten.

4.4 Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit
die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.

5. Preisänderungen
5.1 Der Reiseveranstalter behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten
Reisepreis bei einer Erhöhung der Beförderungskosten
oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie etwa Hafen- oder
Flughafengebühren, oder einer Veränderung der für die betreffende
Reise geltenden Wechselkurse nach Maßgabe der folgenden Regelungen
zu ändern, sofern die zur Veränderung führenden Umstände
bei Vertragsschluss weder eingetreten noch für den Reiseveranstalter
vorhersehbar waren:
Erhöhen sich die bei Abschluss des Vertrages bestehenden Beförderungskosten,
insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der Reiseveranstalter
a) bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Preiserhöhung den Erhöhungsbetrag
verlangen.
b) in anderen Fällen die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel
geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch
die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels teilen
und den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz
verlangen.

5.2 Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben
wie Hafen- oder Flughafengebühren gegenüber dem Reiseveranstalter
erhöht, kann der Reisepreis um den entsprechenden,
anteiligen Betrag heraufgesetzt werden.

5.3 Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrags
kann der Reisepreis in dem Umfange erhöht werden, in dem
sich die Reise dadurch für den Reiseveranstalter verteuert hat.

5.4 Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat der
Reiseveranstalter den Kunden unverzüglich, spätestens jedoch 21
Tage vor Reiseantritt, davon in Kenntnis zu setzen. Preiserhöhungen
nach diesem Zeitpunkt sind nicht zulässig. Bei Preiserhöhungen um
mehr als 8% ist der Kunde berechtigt vom Reisevertrag zurückzutreten
oder die Teilnahme an einer gleichwertigen Reise zu verlangen,
wenn der Reiseveranstalter eine solche Reise ohne Mehrpreis aus
seinem Angebot anbieten kann. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich
nach der Erklärung der Änderung des Reisepreises durch den
Reiseveranstalter bei diesem geltend zu machen. Dem Kunden wird
empfohlen, dies auf einem dauerhaften Datenträger zu erklären.

5.5 Der Reiseveranstalter ist gem. § 651f IV BGB verpflichtet, bei einer
Verringerung der unter Ziff. 5.1-5.3 genannten Kosten den daraus
resultierenden und vom Kunden bezahlten Mehrbetrag unter Abzug
der tatsächlich entstandenen Verwaltungskosten an den Kunden zu
erstatten.

6. Rücktritt durch den Kunden
6.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten.
Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter zu erklären.
Sofern die Reise über einen Reisevermittler gebucht wurde,
kann der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden. Maßgebend
ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei dem Reiseveranstalter.
Der Rücktritt ist grundsätzlich formlos möglich. Dem Kunden wird
jedoch empfohlen, den Rücktritt auf einem dauerhaften Datenträger
zu erklären.

6.2 Bei einem Rücktritt des Kunden vor Antritt der Reise steht dem
Reiseveranstalter anstelle des Reisepreises eine Rücktrittsentschädigung
zu (§ 651h BGB), sofern er den Rücktritt nicht zu vertreten hat
und/oder keine unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände im
Sinne des § 651h III BGB vorliegen.

6.3 Staffel der Rücktrittsgebühren
Flugreisen mit Charter- oder Linienflügen
bis 60. Tag vor Reiseantritt 20 % des Gesamtpreises
bis 30. Tag vor Reiseantritt 25 % des Gesamtpreises
bis 22. Tag vor Reiseantritt 35 % des Gesamtpreises
bis 15. Tag vor Reiseantritt 40 % des Gesamtpreises
bis 07. Tag vor Reiseantritt 65 % des Gesamtpreises
bis 04. Tag vor Reiseantritt 75 % des Gesamtpreises
ab dem 3. Tag vor Reiseantritt oder bei Nichtantritt der Reise 85 %
des Gesamtpreises
Enthält Ihre Pauschalreise einen Flug, den der Reiseveranstalter
gesondert für Sie bucht, erfolgt dies zum günstigsten, noch verfügbaren
Tarif der Airline. Meist sind solche Tarife nicht umbuchbar oder
stornierbar. In solchen Fällen gilt ergänzend zur obigen Staffel der
Rücktrittsgebühren bei einer Stornierung der Reise, dass der volle
Flugpreis vom Kunden zu zahlen ist und das Landprogramm gemäß
obiger Staffel berechnet wird.

6.4 Zusätzlich fällt der Preis vermittelter Leistungen (z.B. Versicherungen,
Visa) in voller Höhe an.

6.5 Bei einer Berechnung nach Ziff. 6.3 bleibt dem Kunden unbenommen,
den Nachweis zu führen, dass dem Reiseveranstalter im Zusammenhang
mit dem Rücktritt keine oder wesentlich geringere Kosten
entstanden sind.

6.6 Der Reiseveranstalter kann anstelle der unter Ziff. 6.3 genannten
Pauschalen einen konkret berechneten Entschädigungsanspruch
als Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen
geltend machen. Maßgeblich für die Berechnung des
Ersatzes ist der Reisepreis unter Abzug der ersparten Aufwendungen
und etwaigen anderweitigen Verwendungen der Reiseleistungen. In
diesem Fall wird der Reiseveranstalter die konkrete Entschädigung
berechnen und begründen.

6.7 Das Recht des Kunden auf Vertragsübertragung nach § 651e BGB
bleibt von den vorstehenden Bestimmungen unberührt.

7. Umbuchungen
7.1 Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen
hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts,
der Unterkunft, der Beförderungsart oder der Fluggesellschaft
besteht nicht, sofern der Reiseveranstalter seine vorvertraglichen Informationspflichten
gem. Art. 250 §§ 1-3 EGBGB erfüllt hat.
Sollen auf Wunsch des Kunden nach Vertragsabschluss und bis zum
61. Tag vor Reiseantritt Änderungen hinsichtlich des Reisetermins,
des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft, der Beförderungsart
oder der Fluggesellschaft vorgenommen werden, wird der Reiseveranstalter
dem Kunden die tatsächlich anfallenden Kosten pro Person
berechnen. Zusätzlich gilt ein Bearbeitungsentgelt von 35€ pro Person
als vereinbart.

7.2 Umbuchungswünsche des Kunden, die ab dem 60. Tag vor Reiseantritt
erfolgen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt
möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag gemäß Ziffer 6. zu
den dort genannten Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung
durchgeführt werden. Dieses gilt nicht bei Umbuchungswünschen,
die nur geringfügige Kosten verursachen.

7.3 Umbuchungen sind in folgenden Fällen nicht möglich:
a) wenn Ihre Reise einen gesondert für Sie gebuchten Flug, gemäß
Punkt 6.3, enthält, dessen Tarif nicht umbuchbar ist.

8. Nicht in Anspruch genommene Leistungen
Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger
Rückreise oder aus sonstigen Gründen, die der Reiseveranstalter
nicht zu vertreten hat, nicht in Anspruch, so wird sich der Reiseveranstalter
bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen
bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um
völlig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn eine Erstattung
nicht möglich gemacht werden kann oder wenn einer Erstattung gesetzliche
oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

9. Rücktritt und Kündigung durch Reiseveranstalter
Der Reiseveranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise
vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag
kündigen:
a) Ohne Einhaltung einer Frist, wenn der Reisende die Durchführung
der Reise ungeachtet einer Abmahnung nachhaltig stört oder wenn
er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige
Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Reiseveranstalter
deshalb den Vertrag, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis,
er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen
sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen
Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung
erlangt.
b) Bei Nichterreichen einer in der Reiseausschreibung festgelegten
Mindestteilnehmerzahl und Einhaltung einer Frist von 6 Wochen vor
Beginn der Reise.
In jedem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, den Kunden unverzüglich
nach Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführung
der Reise hiervon in Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung
unverzüglich zuzuleiten. Bereits geleistete Zahlungen auf den
Reisepreis erhält der Kunde zurück.

10. Haftung des Reiseveranstalters
10.1 Der Reiseveranstalter haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht
eines ordentlichen Kaufmanns für die gewissenhafte Reisevorbereitung,
die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger
und die ordnungsgemäße Erbringung der bestätigten Reiseleistungen
auf der Grundlage des jeweiligen Angebotes.

10.2 Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im
Zusammenhang mit Leistungen, die nicht Bestandteil des Reisevertrages
sind und die der Reisende ohne Vermittlung des Reiseveranstalters
direkt gebucht und in Anspruch genommen hat (z.B. Veranstaltungen,
Ausflüge, Besuche, etc.).

10.3 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters ist bei anderen
als Körperschäden auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit
ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt
wird oder soweit der Reiseveranstalter für einen dem
Kunden entstehenden Schaden allein wegen einer vorsätzlichen oder
grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder
Erfüllungsgehilfen (beispielsweise Leistungsträger) verantwortlich
ist. Möglicherweise darüberhinausgehende Ansprüche aufgrund internationaler
Abkommen bleiben von der Beschränkung unberührt.

10.4 Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung
internationale Übereinkommen oder auf solchen beruhende
gesetzliche Vorschriften, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz
nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen
entsteht oder geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten
Voraussetzungen ausgeschlossen ist, so kann sich der Reiseveranstalter
hierauf berufen.

11. Versicherungen
Sofern nicht anders erwähnt, sind im Reisepreis keine Versicherungen
eingeschlossen. Der Reiseveranstalter empfiehlt dem Kunden
ausdrücklich den Abschluss folgender Versicherungen:
- Reiserücktrittkostenversicherung,
- Reisegepäckversicherung,
- Reiseabbruchversicherung,
- Reiseunfallversicherung,
- Reisekrankenversicherung

12. Obliegenheiten des Kunden
12.1 Der Kunde hat den Reiseveranstalter umgehend davon in Kenntnis
zu setzen, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (Flugscheine,
Leistungsgutscheine und Reiseinformationen) innerhalb der
Frist von 14 Tagen vor Reiseantritt nicht erhalten hat.

12.2 Werden Reiseleistungen nicht vertragsgemäß erbracht, kann
der Kunde Abhilfe verlangen. Der Kunde ist verpflichtet, dem Reiseveranstalter
einen aufgetretenen Reisemangel unverzüglich anzuzeigen.
Die Anzeige hat gegenüber der Reiseleitung vor Ort, deren
Kontaktdaten in den Reiseunterlagen stehen, zu erfolgen. Ist eine
Reiseleitung nicht vorhanden oder erreichbar, so sind etwaige Reisemängel
dem Reiseveranstalter an dessen Sitz zur Kenntnis zu geben
(Anschrift siehe Ziff. 20).

12.3 Vertragliche Minderungsansprüche (§ 651m BGB) und Schadensersatzansprüche
(§ 651n BGB) sind ausgeschlossen, sofern der
Kunde die Mängelanzeige schuldhaft unterlässt. Die örtliche Reiseleitung
ist beauftragt für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Sie
ist jedoch nicht befugt, Ansprüche des Kunden anzuerkennen.

12.4 Will der Kunde den Reisevertrag wegen eines Reisemangels der
in § 615i BGB bezeichneten Art nach § 615l BGB oder aus wichtigem,
für den Reiseveranstalter erkennbaren Grund kündigen, hat er dem
Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist für die Mangelbehebung
zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist
oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige
Kündigung des Vertrages durch ein besonderes, für den Reiseveranstalter
erkennbares Interesse des Kunden gerechtfertigt ist.

12.5 Sofern das Gepäck des Kunden bei Flugreisen verloren geht,
beschädigt wird oder nicht rechtzeitig ankommt, muss der Kunde
unverzüglich eine schriftliche Schadensanzeige (P.I.R.) vor Ort bei
der Fluggesellschaft, die die Beförderung durchgeführt hat, vornehmen.
Die Schadensanzeige ist bei Gepäckverlust binnen 7 Tagen, bei
Verspätungen innerhalb von 21 Tagen nach Aushändigung bei der
Fluggesellschaft, zu erstatten. Fluggesellschaften lehnen in der Regel
finanzielle Entschädigungen ab, wenn die Schadenanzeige nicht ausgefüllt
worden ist. Der Reiseveranstalter übernimmt keine Haftung
für den Verlust bzw. die Beschädigung von Wertgegenständen oder
Geld im aufgegebenen Gepäck, wenn diese bei der Aufgabe des Gepäckstückes
auf dem Flugschein nicht ausdrücklich vermerkt worden
sind. Im Übrigen ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung
von Reisegepäck dem Reiseveranstalter bzw. der Reiseleitung
unverzüglich anzuzeigen.

12.6 Ansprüche in Fällen der Nichtbeförderung, Annullierungen und
Verspätungen aus der EU Verordnung Nr. 261/2004 sind ausschließlich
an die ausführende Fluggesellschaft zu richten.

13. Pass-, Visa-, Einreise- und Gesundheitsbestimmungen
13.1 Der Reiseveranstalter informiert den Kunden über die Pass- und
Visaerfordernisse, sowie über gesundheitspolizeiliche Formalitäten,
die für die Reise und den Aufenthalt erforderlich sind und die ungefähre
Dauer, die für eine Beschaffung etwaiger Dokumente erforderlich
ist. Der Kunde ist jedoch für die Einhaltung aller für die Durchführung
der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle
Nachteile, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen,
gehen zu Lasten des Kunden, ausgenommen, wenn sie durch eine
Falsch- oder Nichtinformation durch den Reiseveranstalter bedingt
sind.

13.2 Sollten Einreisevorschriften einzelner Länder vom Kunden nicht
eingehalten werden, so dass der Kunde deshalb an der Reise verhindert
ist, kann der Reiseveranstalter den Kunden mit den entsprechenden
Rücktrittsgebühren belasten.

13.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung
und den Zugang notwendiger Visa, Reisegenehmigungen und/oder
sonstiger Dokumente durch die jeweilige diplomatische Vertretung,
wenn der Kunde den Reiseveranstalter mit der Besorgung beauftragt
hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten schuldhaft
verletzt hat.

14. Informationspflicht zur Identität des ausführenden
Luftfahrtunternehmens
Nach der EU-VO 2111/2005 zur Unterrichtung von Fluggästen über
die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens ist der Reiseveranstalter
verpflichtet, den Kunden bei der Buchung über die Identität
der ausführenden Fluggesellschaft der im Zusammenhang mit
der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen zu
informieren.
Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht
fest, so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft
bzw. die Fluggesellschaft(en) zu nennen, die wahrscheinlich
den Flug durchführen wird bzw. werden.
Sobald dem Reiseveranstalter bekannt ist, welche Fluggesellschaft
den Flug durchführen wird, muss der Reiseveranstalter den Kunden
informieren. Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft
genannte Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter
den Kunden über den Wechsel informieren. Der Reiseveranstalter
muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen,
dass der Kunde so rasch wie möglich über den Wechsel
unterrichtet wird. Im Rahmen des Codesharings ist es möglich, dass
die vom Reiseveranstalter genannte Fluggesellschaft den Flug ganz
oder teilweise durch verbundene Fluggesellschaften durchführen
lässt. Der Reiseveranstalter wird dies dem Kunden schnellstmöglich
nach Kenntnis mitteilen. Eine Leistungsänderung ist damit nicht
verbunden. Die von der EU-Kommission auf der Basis der EU-VO
2111/2005 veröffentlichte „gemeinschaftliche Liste“ unsicherer Fluggesellschaften
ist auf der Internet-Seite des Reiseveranstalters oder
unter http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban/index_
de.htm abrufbar.

15. Zollbestimmungen
Der Kunde ist verpflichtet, sowohl die Zollbestimmungen des bereisten
Landes als auch die des Heimatlandes zu beachten. Der Kunde
ist verpflichtet, sich selbst über die geltenden Vorschriften zu informieren.

16. Rechtswahl
Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter
findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Dies gilt
auch für das gesamte Rechtsverhältnis. Soweit bei Klagen des Kunden
gegen den Reiseveranstalter im Ausland für die Haftung des Reiseveranstalters
dem Grunde nach nicht deutsches Recht angewendet
wird, findet bezüglich der Rechtsfolgen, insbesondere hinsichtlich
Art, Umfang und Höhe von Ansprüchen des Kunden ausschließlich
deutsches Recht Anwendung.

17. Gerichtsstand
17.1 Der Kunde kann den Reiseveranstalter nur am Sitz des Unternehmens
verklagen.

17.2 Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Kunden ist der
Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen gegen Kunden bzw.
Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen
des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die
ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben,
oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der
Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des
Reiseveranstalters vereinbart.

17.3 Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht,
a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen
internationaler Abkommen, die auf den Reisevertrag zwischen
dem Kunden und dem Reiseveranstalter anzuwenden sind,
etwas anderes zugunsten des Kunden ergibt oder
b) wenn und insoweit auf den Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare
Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde
angehört, für den Kunden günstiger sind als die genannten Bestimmungen
oder die entsprechenden deutschen Vorschriften.

18. Hinweis für Verbraucher
18.1 Die Plattform zur außergerichtlichen Online–Streitbeilegung
(sog. OS-Plattform) der EU-Kommission für Reiseverträge, die online
geschlossen wurden, befindet sich unter http://ec.europa.eu/consumers/
odr.

18.2 Der Reiseveranstalter ist nicht bereit und verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren
vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im
Sinne des Gesetzes über Verbraucherstreitbeilegung teilzunehmen.

19. Allgemeine Bestimmungen
Die Unwirksamkeit der einzelnen Bestimmungen des Reisevertrages
und dieser Bedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten
Reisevertrages und dieser Bedingungen zur Folge.

20. Reiseveranstalter
Hellas Reisen GmbH
Kreuzstr.2
01067 Dresden
Telefon 0351 4383610
info@hellas-reisen.de